Beiträge von cr4nkz

    Vielleicht solltest du dir für deine Wünsche mal die Fork von OBS namens "Streamlabs" OBS ansehen. Dort gibt es tausende vorgefertigte und bearbeitbare Designs, die du einfach per Tastendruck in deinen eigenen Stream laden kannst. Ich, sowie viele Andere nehmen nurnoch "Streamlabs OBS" her, weil es einfach, schnell und schön ist.

    Ich spiele ab und an auch mal gerne Division, allerdings dann meistens nur Survival, alles andere macht bei mir weniger Sinn.

    Blender ist in der Tat ein wenig "scheiße" was die Menüführung angeht. Wenn man aber einfach alles vergisst, was man über andere 3D-Programme weiß, dann gehts eigentlich recht schnell. Gerade vorgebildete Menschen wie du mit Cinema 4D sind da recht schnell verwirrt :) Blender gibt es sowohl auf deutsch als auch auf englisch. Allerdings empfehle ich dir immer beim Englischen zu bleiben, denn die CGI-Welt spricht nunmal einfach englisch. Ich kann dir auch gerne ein Blender-Buch zukommen lassen, dass ich schon durchgearbeitet habe. Zur Zweiten Frage: Ich bin jederzeit gerne bereit dazu, dir die Grundlagen in einem Livestream beizubringen. Sag mir einfach wann und wo? :D

    Verkauf weil ich SLI nicht mehr möchte und Geld umsetzen muss für die Weiterentwicklung des RainPOW. Preis wären 700 Euro.

    Die Aorus 1080 TI Extreme Edition hat 3 Jahre Restgarantie (Aorus Care), kommt in OVP und ist ziemlich genau ein Jahr alt. Grafikkarte wurde in Silber Gunmetal lackiert. Diese GPU war die sekundäre GPU in meinem SLI Verbund und lief deswegen fast nie in Volllast. Wärmeleitpaste wurde ebenfalls erneuert. Versand ist kein Problem. Paypal möglich.


    Hier klicken für Produktbilder

    Oh man. Wenn ich das so sehe, hätte ich direkt wieder Bock auch mal wieder C:S anzufangen. Das Problem ist dann nur wieder, dass ich so krass mit den Mods übertreibe, dass ich eigentlich 32GB RAM bräuchte.

    Das stimmt, es war meine eigene Entscheidung zu gehen. Dies ist ja auch nicht als Versuch gedacht, wieder ins Team zu kommen. Ich wollte mich lediglich öffentlich entschuldigen, was ich hiermit ja getan habe. Von meiner Seite aus gibt es nichts zu beraten. :)

    Liebe Communitymitglieder, insbesondere Admins,


    es ist oft nicht leicht, sich Fehler einzugestehen und meistens weiß man dann nicht, was man schreiben soll. Ich versuche es aber trotzdem mal.


    PCHMG, die Leute dahinter und die Community fanzinieren mich nach wie vor total. Ich liebe die Gemeinschaft und das Projekt. Als ich dann in die Admingruppe aufgenommen wurde, wollte ich alles geben und nur das Beste präsentieren. Ich bin allerdings emotional und zwischenmenschlich über das Ziel hinausgeschossen. Ich wollte alles, sofort und am besten alleine machen. Ich weiß nicht, wieso es mir nicht früher aufgefallen ist, aber manchmal täuscht man sich in sich selbst so sehr, dass man erst begreift was abgegangen ist, wenn es schon lange zu spät ist. So war es bei mir. Ich bin anscheinend Einzelkämpfer und kein Teamplayer. Diese Einsicht habe ich durch einen Admin gewonnen. Er hat Recht damit. Nach dem Reflektieren dieser Aussage wusste ich das sofort. Ich weiß selbst, dass ich oft anecke und es meist nicht sehr leicht ist, mit mir umzugehen, aber durch mein eigens gewähltes Ausscheiden aus dem Admin-Team habe ich das erst so richtig begriffen. Mensch sein bedeutet, dass man fehlerbehaftet ist und das gilt ausnahmslos für Jeden, dennoch richtet nicht jeder so viel Schaden an wie ich, oder kapiert es so spät. Dafür möchte ich mich in aller Form bei allen Admins und der Community entschuldigen. Ich möchte mich nach wie vor so gut es geht in die Community einbringen und deswegen schreibe ich diese Zeilen für Verzögerungen, die ich angerichtet habe und für Wut und Unverständnis, welches wegen mir aufkam.


    Es tut mir leid - ich war ein Arsch, euer cr4nkz


    Ich hoffe ihr könnt mir verzeihen und ich freue mich noch auf eine sehr lange Zeit mit euch! :)

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    Hallo liebe Mitglieder! Ich heiße Bernhard, bin ein 1987er Baujahr und wohne im schönen Bayern.


    Es müsste ca. 1994 gewesen sein, als ich in der heimischen Werkstatt meines Vaters in unserem Mietshaus meinen ersten Schaltkreis gelötet hatte. Es war ein kaputtes Radio, das ich voller kindlichem Enthusiasmus vom Sperrmüll mit nach Hause gebracht habe. Nach eingehender Untersuchung zusammen mit meinem Vater, stellten wir den Schaden fest und behoben ihn. Nach meiner Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker für Fahrzeugkommunikationstechnik ging ich in die Forschung und Entwicklung. Ich arbeitete die letzen fünf Jahre für ein Ingeneursbüro, dessen Hauptkunde ein ansässiger Automobilhersteller mit vier Ringen war. In der Abteilung für autonomes Fahren, künstliche Intelligenz und Sensorfusion war die Entwicklung und Umsetzung von Elektronik, Datenbussen und Messtechnikrechnern mein täglich Brot. Heute bin ich Kleinunternehmerisch tätig im Bereich der unabhängigen Hardwareentwicklung bis im September 2018 mein Studium beginnt. Als CrankzWare entwickle, designe und vertreibe ich Produkte, die speziell für Casemodder ausgerichtet sind.


    Der Fokus meiner Arbeit liegt dabei auf individuellen Beleuchtungskonzepten- und Lösungen unter Berücksichtigung von Qualitäts- und Sicherheitsaspekten "made in germany". Einen Großteil meiner Arbeitsleistung frisst momentan der CrankzWare RainPOW! Von der Idee zum Prototyping, bis hin zur Serienentwicklung mache ich all diese Schritte selbst. Ich liebe es zu träumen, Ideen zu haben, alteingesessenes zu hinterfragen und dabei mein technisches Verständnis mit Kreativität zu vereinen, um so ein kompatibles, flexibles und leistungsfähiges Produkt zu entwickeln. Die Community und Input von außen sind bei meinem Vorhaben ebenso gerne gesehen, wie Verbesserungsvorschläge. Gerne entwickle ich auch ad-hoc Einzellösungen für dein elektrotechnisches Problem im Bereich Casemodding, Alles was du tun musst ist mich zu kontaktieren. Gemeinsam finden wir eine Lösung und das außerhalb meiner Produktentwicklung zum Freundschaftspreis! Als Schlusswort hinterlasse ich euch noch ein paar Impressionen meiner Arbeit in Bildform und verbleibe, mich freuend auf regen Austausch hier im Forum. Anonsten freue ich mich natürlich über Kontakt, Diskussionen und anderweitige Interaktion auf meiner Facebookseite. Andere Kontaktformen findet ihr in meiner Signatur.


    Liebe Grüße, euer Bernhard a.k.a CrankzWare


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    Hallo Insulaner!


    Also ich hatte die CPU auch mal und die war wirklich ein golden Sample! Als Unterbau für meinen 4790K hatte ich ein AsRock Z97 Extreme 4, welches sich hervorragend für den OC eignet.


    Was mir als erstes auffällt: Wieso hast du den Bus übertaktet und nicht nur den Multi? Der Freeze kann gut von der Busübertaktung kommen, weil du dort alle Komponenten des Rings beschleunigst, also auch RAM, GPU usw. übertaktest. Ferner solltest du vorallem beim Devils Canyon, den du ja dein Eigen nennst darüber nachdenken, ihn zu köpfen. Das geniert nochmals einiges an OC-Potential und lässt deine Temperaturen um bestimmt 15-20 Grad sinken. Soweit ich die CPU kenne und ich kenne sie gut, gehen die meisten 4790K bis 4,7 Ghz, die meisten sogar bis 4,9 Ghz. Ich selbst konnte es stabil bis 5,2 bringen, was allerdings ein übertriebener Glücksfall ist! Durch die 22nm Litografie kannst du maximal 1,4V VCore an die CPU anlegen, achte aber auch auf die Einstellung des LLC.


    Wenn du noch weitere Fragen hast, ich bin da :)

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    Hallo liebe PCHMG-Community! Hiermit möchte ich meinen Stream vorstellen. Ich bin der Bernhard "cr4nkz", bin 31 Jahre alt und wohne in Bayern. In meinem Stream gibt es viele verschiedenen, auch abgefahrenen und nischenhaften Inhalt. Zu meinen Hauptinhalten gehört Gaming, Elektronikentwicklung, 3D-Modeling, Coding und CS:GO Live-Commentaries.


    Schaut gerne mal vorbei, ich freue mich immer auf Gesellschaft! Ein Klick auf meinen Banner in diesem Thread führt euch direkt zu meinem Kanal :)

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    Inhaltsverzeichnis:

    1: Vorwort

    2: Grundlagen der Elektrotechnik

    3: Grundgrößen der Elektrotechnik

    4: Ohmsches Gesetz

    5: Bauteile der Elektrotechnik

    6: Schaltpläne lesen

    7: Messtechnik

    8: Messen im elektrischen Stromkreis

    9: Induktion und Elektrochemie

    1: Vorwort:

    Der PC ist eine komplexe, elektrotechnische Maschine. Es ist es für Modder unerlässlich ein gewisses, aber wissenschaftlich fundiertes Grundwissen zum Thema Elektrotechnik zu haben. Im Sinne der Kompetenz, aber auch zur Fehlersuche erweist sich dieses Wissen meist von Vorteil. Dieser kleine Guide soll Anfängern und auch Fortgeschrittenen das nötige Handwerkszeug an die Hand geben, sich im weitläufigen Feld der Elektrotechnik zurecht zu finden. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Lernen!

    2: Grundlagen der Elektrotechnik:

    Die meisten Menschen haben Probleme mit dem Verständnis der Elektrizität, weil es eben etwas ist, das man nur auf Atomebene sehen kann. Es sind keine Farben die sich ändern oder Zahnräder, die man beim Drehen beobachten kann. Als Einstieg ist es deswegen sinnvoll, das Bohrsche Atommodell anzusehen , damit wir überhaupt wissen womit wir es zu tun haben.


    X0W8Gyv.pngWir sehen hier das Bohrsche Atommodell. Der Atomkern (Nucleus) besteht aus Neutronen und Protonen. Neutronen weisen keine Ladung auf, Protonen sind Positiv geladen. Um den Atomkern herum bewegen sich Elektronen, die negativ geladen sind mit einer Geschwindigkeit von ca. 2000 km/s. Wenn der Kern des Atoms die gleiche, positive Gewichtung aufweist, wie die umkreisenden Elektronen, so ist das Atom nach außen hin neutral.

    Außer den, in den Atomen vorkommenden Elektronen gibt es in Werkstoffen, wie z.B Kupfer oder Aluminium noch sogenannte freie Elektronen. Diese können sich zeitweise vom Kupferatom lösen und beschreiben dann eine ungerichtete Elektronenbewegung. Die Anzahl der freien Elektronen innerhalb eines Werkstoffes gibt Aufschluss darüber, wie gut das Material elektrischen Strom leitet.


    Elektrische Vorgänge beruhen auf dem Vorhandensein und der Beweglichkeit freier Elektronen. Elektrizität wird nicht erzeugt, die ist in jedem Stoff bereits vorhanden.

    2: Grundgrößen der Elektrotechnik:

    Elektrische Spannung: Elektrische Spannung ist immer dann gegeben, wenn zwischen zwei verbundenen Punkten, z.B Polen ein Ungleichgewicht von Elektronen herrscht. Würde man also eine volle Batterie auf Atomebene betrachten, so hätte der Minuspol einen Elektronenüberschuss, der Pluspol einen Elektronenmangel. Die Spannung ist folglich natürlich abhängig von der Größe dieser Differenz. Zwischen beiden Polen herrscht ein Ausgleichsbestreben der Elektronen, das bedeutet, dass beim Schließen des Stromkreises Elektronen von Minuspol über den Verbraucher zum Pluspol wandern werden und dabei elektrische Arbeit verrichten. Die Einheit der elektrischen Spannung (U) ist das Volt (V).


    Elektrischer Strom: Elektrischer Strom kann nur im geschlossenen Stromkreis fließen. Ein Stromkreis muss immer aus einer Spannungsquelle, dem Verbraucher und den zugehörigen Leitungen bestehen. Weist ein Stromkreis keinen Verbrauchen auf, so ist der Widerstand im Stromkreis gleich null, also ein Kurzschluss. Legt man elektrischen Strom also an einen Werkstoff an, der viele freie Elektronen besitzt, die eine ungerichtete Bewegung beschreiben, so wird aus dieser eine gerichtete Bewegung (von Minus nach Plus) und ab dann ist elektrischer Strom für uns nutzbar. Die Einheit des elektrischen Stroms (I) ist das Ampere (A).


    Elektrischer Widerstand: Der Elektrische Widerstand beschreibt die Eigenschaft eines Leiters oder Bauteils, den Fluss des elektrischen Stromes zu hemmen. Dieses Phänomen kommt daher, dass auch bei gut leitenden Werkstoffen immer eine gewisse Grundkraft vorhanden sein muss, die Elektronen also nicht Kraftneutral fließen können. Der Widerstand kommt zum einen unbeabsichtigt in elektrischen Leitern vor, oder aber beabsichtigt in elektronischen Bauteilen wie Widerständen, Dioden usw. Ferner unterliegt der elektrische Widerstand verschiedenen Umgebungsvariablen wie z.B. der Temperatur oder Stoffquetschungen bei großen Querschnitten des Leiters, die den Widerstand beeinflussen. Hohe Temperatur sorgt für mehr Widerstand im elektrischen Leiter, weil die Atomkerne des Werkstoffes zu Schwingen beginnen und somit den Elektronenfluss noch mehr hemmen. Die Einheit des elektrischen Widerstands (R) ist das Ohm (Ω).


    Elektrische Leistung: Die elektrische Leistung ist vereinfacht dargestellt das Produkt aus elektrischer Spannung und elektrischem Strom. Die Einheit der elektrischen Leistung wird in Watt (W) angegeben. Die einfache Faustformel für die Berechnung der elektrischen Leistung ohne Variablen wie z.B Temperatur lautet: P (Leistung) = U (Spannung) x I (Stomstärke).


    Gleichstrom (DC: Direct Current): Beim Gleichstrom, wie er in unserem PC vorherrschend ist, bewegen sich alle elektronen in einer gleichförmigen Geschwindigkeit in eine Richtung. Je höher die Spannung, desto schneller.


    Wechselstrom (AC: Alternating Current): Der Wechselstrom hingegen verhält sich wie Rentner beim Schunkeln zu Schlagermusik. Die Elektronen beginnen sich langsam in eine Richtung zu bewegen, bis die Maximalgeschwindigkeit erreicht ist. Danach werden sie wieder langsamer und die Richtung wird umgekehrt. Würde man in den elektrischen Leiter sehen, so könnte man die Elektronen dabei beobachten, wie sie erst nach Rechts und dann wieder nach Links wandern und das unendlich oft. Die Häufigkeit des Richtungswechsels wird in 1/s angegeben, der Frequenz in Hertz (Hz)


    Wir rekapitulieren also folgende Tabelle


    Formelbuchstabe: Physikalische Einheit:
    Elektrische Spannung
    U Volt (V)
    Elektrischer Strom
    I Ampere (A)
    Elektrische Leistung
    P Watt (W)
    Elektrischer Widerstand
    R Ohm (Ω)
    Frequenz f Hertz (Hz)


    4: Ohmsches Gesetz:

    Das Ohmsche Gesetz beschreibt die Wechselwirkungen zwischen den drei elektrotechnischen Grundgrößen: Spannung, Strom und Widerstand. Im geschlossenen Stromkreis bewirkt die angelegte Spannung U einen Strom I durch den Wiederstand R. Das Verhältnis der Spannung U in Volt und des Stroms I in Ampere ergibt den Widerstand R in Ohm. Mathematisch lässt sich diese Gesetzmäßigkeit wie folgt beschreiben: I = U / R, oder U = R x I oder R = U / I. Lege ich also an eine variable Gleichspannungsquelle zwei Widerstände mit unterschiedlichen Werten an, so bekomme ich je Widerstand zwei verschiedene Stromstärken. Anhand der Grafik kann man dies besonders gut erkennen:


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    Anbei noch zwei kleine Rechenbeispiele aus dem Leben eines Modders: Ich habe in eine Grafikkarte einen Shunt-Mod gebaut und möchte nun wissen, wie viel Strom und Leistung meine Grafikkarte maximal ziehen kann. Die erste Frage kann ich mit Hilfe des Ohmschen Gesetzes beantworten, die zweite Frage mit der Leistungsformel. Wir beginnen also:



    Mein Shunt hat einen Widerstand von 10 Ohm und ich weiß, dass meine Grafikkarte eine Eingangsspannung von 12V hat. Daraus leitet sich dann ab: R=10 und U=12. Wir möchten den Strom der Grafikkarte wissen, also I. Dementsprechend stellen wir das Ohmsche Gesetz nach I um und daraus resultiert: I = U / R. Danach tragen wir einfach die zu berechnenden Größen ein, dann sieht die Formel aus wie folgt: I = 12V / 10Ω. Nach dem Berechnen des Ergebnisses kommen wir also auf eine Stromstärke (I) in Ampere von 1,2 A.






    Nachdem wir jetzt also wissen, dass unsere GPU maximal 1,2 Ampere vom PCIe 8-Pin / 6-Pin aufnimmt, können wir mit der Leistungsberechnung fortfahren. Die Leistungsformel lautet wie folgt: P = U x I. Wir setzten also die Werte ein: P = 12V x 1,2 A und daraus ergibt sich eine maximale Leistungsaufnahme von 14,4W.

    5: Bauteile der Elektrotechnik:

    Um mehr oder weniger komplexe Schaltungen aufbauen zu können, braucht es natürlich noch verschiedene Halbleiterbauteile, die Aufgaben übernehmen, wie z.B. Schalten, Anzeigen, Signalumformung usw. In diesem Abschnitt möchte ich auf die häufigsten Bauteile eingehen, die wir im PC oder als Modder finden werden.

    twlwxud.jpgDer Widerstand: Wie wir bereits wissen, dient der Widerstand entweder zur Spannungsanpassung oder Strombegrenzung. Viele Halbleiterbausteine wie z.B. Leuchtdioden (LEDs) benötigen einen sogenannten Vorwiderstand, da ansonsten der Stromfluss durch das Bauteil zu groß wäre und es zerstört würde. Widerstände lassen sich durch das uns bekannte Ohmsche Gesetz berechnen und es gibt sie in Werten von wenigen Milliohm bis zu mehreren Megaohm, je nachdem, welchen Verwendungszweck sie innerhalb des Schaltkreises übernehmen. Strommesswiderstände sind meistens sehr klein ausgelegt, wogegen aber Pull-Down-Widerstände sehr hohe Ohmwerte haben, da sie direkt gegen den Minuspol, also Masse geschalten werden. Pull-Down-Widerstände verwendet man für die Ladungsterminierung in schaltenden Halbleiterbauteilen wie z.B. Bipolaren Transistoren, oder MOSFETs. Die Größe des vorliegenden Widerstandes lässt sich entweder mit einem handelsüblichen Multimeter bestimmen, oder aber duch die farbliche Ringcodierung:

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    zviit74.jpgDie Sicherung: Sie dient wie der Name schon sagt zur Absicherung von Stromkreisen oder deren Teilbereiche. Eine Sicherung ist in unserem Modder-Fall oft als Schmelzsicherung ausgeführt, deren Stärke in Ampere, also Stromstärke wiedergegeben wird. Auf der Abbildung sehen wir eine 5A-SMD-Sicherung, wie sie z.B. auf Grafikkarten PCBs vorkommt. Die aufgenommene Stromstärke eines Schaltkreises ergibt sich aus der gezogenen Leistung des Selben und der angelegten Eingangsspannung. Wird die Stromstärke einer Sicherung überschritten, so wird diese durch zu hohe Elektronenreibung thermisch zerstört.



    krbLoP3.jpgDie Diode:

    Eine Diode kann man sich am ehesten als Einwegeventil vorstellen. Sie sperrt den Stromfluss im Leiter, allerdings nur in eine Richtung. Gebrauchen können wir sie, wenn wir z.B. Rückkopplungen oder Potentialinterferenzen verhindern wollen. Wenn wir das Schaltzeichen betrachten, so kann Strom von Links nach Rechts fließen, allerdings niemals von Rechts nach Links. Auch in der Gleichrichtung und Signalumformung, wie auch als elektrotechnische Sicherheitsmaßnahme

    sind Dioden nicht aus der modernen Elektronik wegzudenken.




    SMQjbTq.jpgDie LED (Light emitting Diode):

    LEDs kennen wir alle. Sie gehört natürlich zur Familie der Dioden, hat aber die Eigenschaft, dass sie bei fließendem Strom leuchtet. Verschiedene Leuchtfarben werden entweder durch die Kunststofffarbe des umgebenden Schirms bestimmt, oder aber durch die metallische Dotierung am Anfang und Ende des Leuchtbogens. LEDs benötigen zum Betrieb in der Regel immer einen Vorwiderstand. Verschiedene Baugrößen, von der winzig kleinen SMD-LED bis hin zum 10cm-Klotz ermöglichen manigfaltige Einsatzbereiche.




    g7irk0J.jpgDer Kondensator:

    In erster Linie speichert er elektrische Ladungen im Gleichstromkreis. Es gibt verschiedene, je nach Einsatzzweck zu wählende Kondensatorbauarten, wie beispielsweise Elektrolytkondensatoren oder Keramikkondensatoren. Die Größe an Ladung, die ein Kondensator speichern kann wird in Farad (f) angegeben. Mit Hilfe seiner Speicherfunktion und der Tatsache, dass er gespeicherte Ladung nicht sofort abgibt, sondern zeitlich geregelt, kann man ihn als Filter, Glättungskondensator oder auch Ein- und Ausschaltverzögerung
    verwenden.




    Der bipolare Transistor:RqOgEY1.jpg Ein Bipolarer Transistor hat zwei Hauptaufgaben: Entweder benutzt man ihn als Verstärkerschaltung (Darlington-Schaltung) oder als elektrischen Schalter ähnlich einem Relais. Der bipolare Transistor besitzt drei Anschlussdrähte: Die Basis, den Collector und den Emitter. Der Collector liegt am Stromkreis an und "sammelt" den zu schaltenden Strom. Der Emitter ist der Ausgang des Collectors und gibt den am Collector anliegenden Strom und die Spannung aus, wenn die Basis entweder mit Plus - oder Minus beschalten wird. Die Verstärkerleistung des Transistors basiert auf der Stromaddition von Basis und Collector, denn der Emitter gibt die addierten Werte beider wieder ab. Wichtig ist es zu wissen, dass der bipolare Transistor unter Zurhilfenahme von Strom geschalten wird, nicht von Spannung. Ist der Basisstrom niedrig, schaltet der Transistor ggf. nicht komplett durch. Ein zu hoher Strom an der Basis lässt den Transistor mehr als "durchschalten", das nennt man dann Verzerrung. Transistoren gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, mit vielen verschiedenen Kenndaten, es lohnt sich also immer, das Datenblatt anzusehen. Ferner lassen sich bipolare Transistoren in zwei Typen einteilen: PNP und NPN. Der erste und letzte Buchstabe nimmt bezug auf die Polung (Positiv oder Negativ) von Collector und Emitter. Der mittlere Buchstabe bezieht sich auf die Polung der Basis. Kurzum bedeutet das, dass ein NPN-Transistor nur mit einer positiven Spannung (P), ein negatives Potential (N) zwischen Collector und Emitter fließen lassen kann. Beim PNP ist dies natürlich sinngemäß invertiert.


    Olw5abF.jpgDer MOSFET (Metalloxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor:

    Man könnte sagen, dass der MOSFET der große Bruder des bipolaren Transistors ist. Er kann im Gegensatz zum bipolaren Transistor hohe Ströme schalten, ohne dabei zerstört zu werden (adequate Kühlung vorausgesetzt). Er besitzt ebenfalls drei Anschlüsse, die genau wie die beim bipolaren Transistor funktionieren, allerdings heißen sie beim MOSFET: Gate, Drain und Source. Wie scho bekannt, gibt es beim MOSFET auch NPN und PNP MOSFETS. Neu ist hier allerdings, dass sich diese Transistoren auch noch in zwei weitere Typen unterteilen lassen, nämlich Anreicherungstyp (Enrichment) und Verarmungstyp (Depletion). Ein Transistor des Anreicherungstyps ist unbeschaltet NICHT leitend, wird also erst leitend, wenn das Gate beschaltet wird (wie bei einem bipolaren Transistor). Der Verarmungstyp ist immer leitend und sperrt zwischen Source und Drain erst, wenn das Gate beschalten wird. Es handelt sich also um einen Öffner. Der MOSFET wird anders als der bipolare Transistor nicht mit Strom geöffnet, sondern mit Spannung, was im Sinne der Signalumformung eine Vorteile mit sich bringt. Mit einem MOSFET kann man z.B. 24 V, die an der Source anliegen mit Hilfe einer kleinen Spannung von 5V am Gate, nach Drain durchschalten. Man kann also ähnlich wie mit einem Relais einen großen Laststrom mit einem vergleichsweise winzigen Steuerstrom schalten. Möchte man einige Tests oder Entwicklungen mit einem Entwicklerboard wie dem Arduino oder RaspberrryPi machen, so sollte man darauf achten, dass man MOSFETS mit Logic-Level-Gate-Drive benutzt, da diese binär, also entweder komplett auf, oder komplett geschlossen schalten kann.


    k5GmJ5n.jpgDer Optokoppler:

    Ein Optokoppler ist immer da ein gern gesehenes Bauteil, wo man Stromkreise zwar schalten, aber galvanisch getrennt haben möchte, z.B. bei Netzteilen, Netzgeräten oder Messtechnik. Der Optokoppler besteht im wesentlichen aus einer LED und einem Lichtsensor (Fotowiderstand), die in einem Lichtdichten Gehäuse untergebracht sind. Da die Eingangsseite eine LED enthält, rate ich zur Verwendung eines Vorwiderstandes, wir wissen ja jetzt warum. Leuchtet die LED, weil auf der Eingangsseite elektrischer Strom fließt, so strahlt diese Licht aus, das auf den Fotowiderstand trifft. Nimmt dieser kein Licht auf, so ist sein Widerstand sehr hoch und auf der Ausgangsseite kann kein Strom fließen. Nimmt er das Licht der eingebauten LED auf, so wird er leitend und auch auf der Ausgangsseite fließt Strom. Es gibt Optokoppler in verschiedensten Ausführungen, z.B. mit eingebauter Diode, oder Nachverstärkung im Ausgangskanal. Wie immer: Im Zweifelsfall das Datenblatt zu Rate ziehen.

    Schaltpläne lesen:

    Schaltpläne dienen uns dazu, entweder selbst entwickelte Schaltungen zu dokumentieren, oder wir ziehen sie als erweiterte Maßnahme zur Fehlersuche hinzu. Für das Verständnis eines Schaltplans ist es unerlässlich, dass man die gängigsten Schaltzeichen und Bezeichnungen gemäß der Nomenklatur kennt. Schaltzeichen, die in einem Schaltplan abgebildet sind, werden immer in Ruheposition, also nicht betätigt dargestellt. Schaltpläne gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen. Einmal als Stromlaufplan in zusammenhängender Darstellung und einmal in aufgelöster Darstellung. Schaltungen mit kleinerem Umfang werden wegen der Übersicht gerne in zusammenhängender Darstellung gezeichnet. Sollen Gesamtschaltpläne oder große Anlagen dargestellt werden, verwendet man in der Regel lieber die aufgelöste Darstellung, da sie für diesen Einsatzzweck übersichtlicher ist. Die aufgelöste Variante enthält überdies noch Strompfade, die man erkennen muss und dadurch verfolgen kann.






    ZjjeY4k.jpgAnbei sehen wir einen Übungsschaltplan eines Durchgangsprüfers. Bei den Nummern 1 und 2 in der linken unteren Ecke des Schaltplans werden die Messspitzen angeschlossen. Haben diese beiden Kontakt miteinander, z.B. über eine elektrische Leitung, so ertönt L1 um ein akustisches Signal zu geben. Wie bereits im vorherigen Kapitel gelernt, können wir durch Kenntnis der Schaltzeichen auch diesen Schaltplan ohne Probleme lesen.



    C1 - C3 sind Kondensatoren



    T1 & T2 sind PNP-Transistoren



    T3 ist ein NPN-Transistor



    L1 ist ein Lautsprecher

    D1 ist eine Diode

    R1 - R4 sind Widerstände

    P1 ist ein veränderbarer Widerstand / Potentiometer

    9V ist die Stromquelle.


    Auffällig bei diesem Schaltplan ist allerdings, dass er nur zur Fehlerdiagnose reicht, nicht zum Nachbau, da sämtliche Größenangaben bei den Bauteilen fehlen.


    RJ2ySD9.jpgDieser Schaltplan sieht ein wenig anders aus als der vorhergehende. Wir sehen hier die Kraftstoffpumpeneinheit eines Kraftfahrzeuges. Der Schaltplantyp ist in aufgelöster Darstellung, da man die Gesamtheit der Elektrik im Kraftfahrzeug unmöglich in einem einzigen Schaltplan darstellen kann. Innerhalt dieses Schaltplans erkennen wir doppelte Kästchen, die Werte wie z.B. 73 und F3.1 enthalten. An der unteren Seite des Schaltplans sehen wir fortlaufende Nummern. Wollten wir nun wissen, wo die Leitung des doppelten Kästchens 73 und F3.1 hinführt, so müssten wir im Schaltplan weiterblättern, bis unten die 73 steht. Dort kommt die Leitung wieder raus, und zwar bei einem Bauteil mit der Bezeichnung F3.1.











    Anbei noch eine Tabelle mit der Nomenklatur für Bauteile innerhalb eines Schaltplans:


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